Grüner Veltliner
Diese Rebsorte wird fast nur in Österreich angebaut. Einige Anbaugebiete gibt es auch am Balaton in Ungarn, in Tschechien und in der Slowakei. Besonders gut gedeiht sie auf Lössböden. Das nördliche Weinviertel in Österreich ist das am meisten ertragreiche Anbaugebiet für den Grünen Veltliner. Hier findet die Rebe in Klima und Boden die optimalen Voraussetzungen und ist in Österreich mit fast einem Drittel der gesamten Anbaufläche die am meisten angebaute weiße Traube. Weitere Anbaugebiete in Österreich sind die Wachau, das Kremstal und der Wagram.
Die Weine dieser Traube zeichnen sich durch ein intensives Bouquet und ihre Frische aus. Es können typisch angenehme Aromen wie nach Tabak oder weißem Pfeffer ausgemacht werden. Der Geschmack und eine intensive Nase sind meist ganz hervorragend. Dabei treten geschmackliche Noten nach Pfirsich und Citrus auf. Ein richtig guter Grüner Veltliner besticht vor allem durch seine ganz besondere Frische. Entgegen weit verbreiteter Meinung sind die guten Veltliner durchaus lagerfähig. Diese älteren Weine beeindrucken bei Verkostungen eben immer wieder mit ihrer erstaunlichen Frische.
Seit einigen Jahren gibt es auch in Deutschland Versuche, diese Rebsorte wieder anzubauen. Sie wird zur Zeit auf einigen Flächen im Rheingau, in der Pfalz, in Rheinhessen, in Franken und in Württemberg angebaut. Die bestockte Rebfläche blieb im Jahre 2008 allerdings auf etwa 6 Hektar beschränkt. Grüner Veltliner ist gelegentlich sogar in Übersee zu finden. Er wird in Australien und besonders in Neuseeland angebaut, wo die bebaute Fläche sogar fast 10 mal so groß ist wie in Deutschland. In den Vereinigten Staaten von Amerika wird die Rebe ebenso angebaut und sogar in Indien werden derzeit Anbauversuche unternommen. Die Schweiz kann einige sehr kleine Bestände mit kaum mehr als einem halben Hektar vorweisen. Außer Österreich exportiert traditionell nur noch Ungarn den Grünen Veltliner in nenneswerten Chargen.
