Chardonnay
Chardonnay ist eine weiße qualitativ hochwertige Rebsorte. Andere Namen sind: Pinot Chardonnay, Morillon, Beaunois, Weißer Clevner. Wie der Spätburgunder ist auch der Chardonnay in die Nobilität der Weinwelt durch seine starke Bedeutung aufgestiegen und wird somit als Edelrebe bezeichnet. Die Chardonnay-Traube ist genotypisch mit den Burgundersorten verwandt. Interessant ist, dass eine DNA-Untersuchung feststellte, dass die Chardonnay-Traube eine natürliche Kreuzung von Pinot und Gouais Blanc und Heunisch ist.
Bedeutung und Anbau des Chardonnay
Rund 175.000 Hektar Rebfläche bedeckt der Chardonnay, wodurch er auf Platz sieben der am meisten angebauten Rebsorten liegt (auf Untersuchungen aus den Jahren 2001-2007 bezogen). Die Traube ist wenig anspruchsvoll, was Klima angeht, da er nicht auf gemäßigte Bedingungen angewiesen ist. Dadurch kann die Traube früh wachsen, ist aber für Spätfröste im Frühjahr anfällig. Allerdings ist die Chardonnay-Traube im Herbst früh reif. Auf kalkhaltigen Böden wächst die Rebsorte am besten. Man kann sagen, dass die Traube ihren Erfolg der Tatsache verdankt, dass sie auf fast jedem Bodentyp gute Qualität hervorbringen kann.
Aroma und Geschmack des Chardonnay
So wie der Riesling, gilt auch die Chardonnay-Traube als eine sehr hochwertige Rebsorte, was sich insbesondere im Körperreichtum abzeichnet. Das Aroma ist allerdings nicht ganz so charakteristisch wie das der Riesling-Traube oder des Gewürztraminer, jedoch kann der Chardonnay den Charakter der Weinbergslage, auf der er angepflanzt wurde gut zum Ausdruck bringen. Die Rebsorte sollte ausreichend reifen, sonst wirkt sie dünn und grasig. Ein guter Chardonnay hat oft einen recht hohen Alkoholgehalt von teilweise 13%. Chardonnay-Weine können, als eine der wenigen Weißweine von Eichenholzfässern profitieren. Typisch sind vor allem Walnussaromen, die teilweise rauchig sein können. Bei später Lese kann der Chardonnay hervorragende Weine mit Edelfäule hervorbringen, z.B. Im Mâconnais in Frankreich, Rumänien und Neuseeland.

